Ich kenne (leider) noch reichlich BEV Skeptiker, gerade im Kollegenkreis. Nicht einer davon würde wegen 800V umsteigen, den meisten ist auch gar nicht bewusst/bekannt, dass es eine Ladekurve gibt und die angegeben DC Peakleistung meist nur von kurzer Dauer. Die wären erst bei vierstelligen AB-Reichweiten und 10x so vielen DC Ladepunkten dabei, 800V interessiert die nicht.
Und ich selbst wünsche mir vor allem verlässilichere LIS, egal zu welcher Tanke oder AB Raststation oder Innenstadt oder Parkhaus ich fahre, man muss sicher sein können, da IMMER funktionierende verfügbare zugängliche Ladepunkte mit höchstens kleiner Wartezeit zu finden und ohne Authorisierungsunsicherheit.
400V Ladekurve richtig ausgereizt könnte mit so ziemlich allen bisherigen 800V Systemen mithalten, einfach bei 90% noch mit 1C laden und von mir aus der Verlauf vom Peak bis 90% linear abfallend.
Die 50kW DC Ladeleistung des i3 (real eher 47kW) wären eine Katastrophe, wenn sie so verlaufen würden, wie heute die meisten DC Ladekurven. Da er 45-47kW aber bis ca. 85% hält, kann man damit bei der Akkugröße erstaunlich gut leben. Ich kann nicht verstehen, wenn Autos mit 60% oder gar 100% größerem Akku bei 80 oder 90% nicht nur Lichtjahre von 1C entfernt sind, sondern da oft sogar nur noch unter dem absoluten(!) Wert des kleinen i3 Akkus laden. Und der i3 ist nicht gerade dafür bekannt, dass seine Akkus an DC öfter explodieren oder ständig die Batteriegarantie in Anspruch nehmen müssen...
Ist die Akkutechnik "der anderen" etwa so viel anders, dass sie sich bei den oberen 50% wirklich soooo stark zurückhalten müssen??? Oder warum hat kaum einer eine Ladekurve, die wirklich erst gegen Ende abflacht?